Borr und Scheuren

Welcher Ort besitzt ein Gedenkkreuz für einen ermordeten Pfarrer? Borr, dort steht ein solches an der Mauer des alten romanischen St. Martinus-Kirchleins. Pfarrer Johann Hakob Boddem wurde 1849 in seinem Pfarrhaus von bösen Männerhänden gemeuchelt. Und das, obwohl das Pfarrhaus damals – heute noch sichtbar, durch Wall und Graben geschützt wurde. Ein Mord aus niederen Motiven, der nie gesühnt wurde. Der eine der Täter versteckte sich in Euskirchen, der andere wanderte nach Amerika aus, der dritte blieb unbekannt.
Ansonsten leben hier nur gute Menschen, von denen heute noch die meisten Bauern sind. So wie es seit keltischen Urzeiten immer gewesen war. Damals nämlich wurde genau dort „Borr“ gegründet, in unmittelbarer Nähe des „Borns“, der Quelle, die noch heute frisches Wasser sprudeln lässt. Wenn der Besucher sich dessen bewusst wird, dass in diesem kleinen Dorf nach den Kelten Römer, dann Germanen, dann mittelalterliche Rheinländer gewohnt haben, dann sieht er Erftstadts wahres Gesicht.