Schlagwort-Archive: Erftstadt

„Leo on my mind“ Erlös übergeben

Die stolze Summe von 3600 Euro hat die Flüchtlingshilfe von den Organisatoren des Benefizkonzertes „Leo on my mind“, das Ende Februar in Liblar stattfand, erhalten.

Auf dem Gelände der städtischen Flüchtlingsunterkunft an der Radmacher Straße in Blessem, überreichten nun Christine und Tochter Gabriele von Knobelsdorff, Friedhelm Prinz vom Kulturhaus und Philipp Wasmund von Szene 93 den Scheck an Monika Kessler vom Arbeitskreis im Beisein von Bürgermeister , der Integrationsbeauftragten Sandy Auert und Ilias Papapostolou und Betreuer Ferdi Begani.spende_flüvhtlingshilfe

Die enorme Spendensumme erspielte sich aus den Eintrittskarten des Benefizkonzertes, mit dem an den 2013 verstorbenen Erftstädter Pianisten Leopold von Knobelsdorff erinnert wurde.

„Es dauerte nur Stunden, dann waren auch nach dem Umzug in den größeren Veranstaltungsort in die Liblarer Aula alle 400 Karten weg und es gab noch mehr Anfragen“, erzählte Wasmund begeistert bei der Scheckübergabe. Die Vereine „Kulturhaus Erftstadt“ und „Szene 93“ hatten sich in der Vorbereitung und Organisation des Abends stark eingebracht und die Familie Knobelsdorff unterstützt. Die langjährigen musikalischen Begleiter von Leopold von Knobelsdorff, allesamt professionelle Größen der deutschen Jazzszene, sagten sofort zu, als die Familie anfragte, ob sie beim Konzert dabei sein wollen. Axel Zwingenberger, Stefan Ulbricht, Moritz Schlömer und Thomas Aufermann begeisterten schließlich dreieinhalb Stunden das Publikum und erzählten in kurzen Anekdoten von der erfolgreichen Karriere Leo von Knobelsdorffs. Dazu gab es eine Ausstellung mit Exponaten, zusammengestellt von Matthias Schumacher vom Musikarchiv NRW. Das Publikum erlebte einen besonderen Abend, bei dem am Ende alle Zuschauer gemeinsam ein „Bützchen“ Richtung Himmel schickten und bei dem sowohl auf der Bühne, als auch im Publikum mehrere Generationen sich von der positiven Musik mitreißen ließen. Das Konzert war von Anfang an als Benefiz gedacht. Gerne übernahm Bürgermeister Volker Erner die Schirmherrschaft und aus dem Rathaus kam der Vorschlag, das Geld dem Ökumenischen Arbeitskreis Flüchtlingshilfe zu spenden. Eine Idee, die bei den Vereinen und der Familie sehr gut ankam, da Leo von Knobelsdorff selbst Flüchtling war, ehe er über Umwege nach Erftstadt kam.

Die hohe Spendsumme kam mit Unterstützung vom Autohaus VW Conrad, die die Werbung gesponsert haben, zusammen sowie allen Beteiligten, die auch im Rahmen eines professionellen Konzerts alle Möglichkeiten nutzten, um die Ausgaben gering und den Gewinn für den Erlös so groß wie möglich zu gestalten. Familie und Vereine waren sich einig, dass das Erinnerungskonzert ein voller Erfolg gewesen ist: für die Kultur und die Flüchtlinge in der Stadt.

So nahm auch Monika Keßler überwältigt die enorme Summe entgegen. Es gibt bereits ein erstes Projekt, das mit dem Geld finanziert werden soll. Aus alten Möbeln und Paletten werden die Flüchtlinge mit Unterstützung eines ehrenamtlichen Bürgers Möbel für den Außenbereich der Flüchtlingsunterkunft fertigen und Hochbeete. Zum einen ist dieses Projekt eine Beschäftigung für die Bewohner der Anlage und wertet zudem den Außenbereich auf. Angedacht ist auch später Bänke zu fertigen, die dann im öffentlichen Raum aufgestellt werden können. Auf diese Art und Weise können die Flüchtlinge auch der Allgemeinheit etwas zurück geben und stolz auf ihre Arbeit sein.